Letztes Wochenende war ich von Donnerstag bis Sonntag in Prag. Unser Papa hatte all seine Töchter zu einem gemeinsamen Wochenende eingeladen. Mit mir sind wir drei Schwestern, und weil wir inzwischen überall verteilt leben, sind wir ganz unterschiedlich angereist – mit dem Flugzeug, mit dem Auto und ich ganz entspannt mit dem Zug. Vier Stunden von Berlin, ohne Umsteigen, einfach durchfahren.

Bequemer geht es kaum. Das letzte Mal war ich mit 16 Jahren zur Abschlussfahrt dort. Fast dreißig Jahre ist das her, und ich konnte mich kaum noch erinnern. Diesmal habe ich Prag ganz anders wahrgenommen. Es war kalt, aber die Sonne schien, und dieses Licht hat die Stadt wunderschön wirken lassen.
Unser Hotel – perfekte Lage & riesige Betten
Gewohnt haben wir im Pytloun Kampa Old Armony. Die Zimmer waren super schön und vor allem hatten wir riesengroße Betten – genau richtig nach langen Tagen voller Eindrücke. Die Lage war ideal, nur wenige Schritte von der Karlsbrücke entfernt, und genau dort sind wir nach unserer Ankunft auch direkt hingegangen.



Erste Station: Karlsbrücke & Karikatur
Die Karlsbrücke war unsere erste Anlaufstelle. Dort ließen wir uns eine Karikatur von uns vieren zeichnen, eine wunderbare Erinnerung an dieses Wochenende.


Danach schlenderten wir durch die Stadt. Es war voll, aber überall entdeckten wir kleine Läden, Souvenirs, Bars und Restaurants. Auch in den abgelegenen Gassen fanden wir wunderschöne Orte. Zum Kaffee kehrten wir im Liliova Snack & Coffee ein. Ein kleines, niedliches Café, in dem ich eine unglaublich leckere Blaubeertorte gegessen habe. Am Abend gingen wir ins U Červeného páva. Das Restaurant liegt in einer kleinen Gasse, ist total gemütlich und absolut empfehlenswert. Das Essen war hervorragend und die Atmosphäre urig und warm.


Sechs Stunden Stadtführung – und ich völlig falsch angezogen
Am nächsten Tag hatte mein Papa eine Stadtführung geplant, die insgesamt sechs Stunden dauerte – davon fünf Stunden laufen. Wir haben unglaublich viel gesehen und noch mehr über die Stadt erfahren.







Leider war ich komplett falsch gekleidet. Meine Winterjacke war kurz vor der Abreise kaputt gegangen, sodass ich keine dabei hatte, und statt Winterschuhen trug ich nur Turnschuhe. Mir war richtig kalt. Danach ging es noch auf eine Schiffstour über die Moldau. Es war wunderschön, aber ich war froh, später im Hotel erstmal heiß zu duschen und mich aufzuwärmen, während die anderen weiter durch die Stadt zogen.
Cocktails über den Dächern von Prag
Einen Cocktail tranken wir in der Sky Bar des Pytloun Boutique Hotel Prague. Das war im Preis unseres Aufenthalts inbegriffen, und natürlich haben wir das genutzt. Ein entspannter Moment mit Blick über die Stadt.
Ein echtes Highlight: Essen per Lok
Abends gingen wir ins Výtopna. Dort werden Speisen und Getränke auf kleinen Modelleisenbahnen direkt an den Tisch geliefert. Ich fand das so toll, dass ich mir direkt einen Hoodie gekauft habe.



Mein Tipp: Am besten direkt bei der Ankunft einen Tisch reservieren, sonst hat man kaum eine Chance oder muss sehr lange anstehen. Dieses Restaurant ist wirklich einen Besuch wert.
Shoppen, Strietzel & ein legendärer Abend
Am nächsten Tag stand Shoppen auf dem Plan, und natürlich haben wir auch Strietzel mit Eis gegessen – süß, warm und einfach lecker.

An diesem Tag waren wir außerdem noch im Museum der phantastischen Illusionen. Das war richtig lustig und überraschend, mit vielen optischen Täuschungen und Motiven, bei denen man einfach Fotos machen muss.





Ein schöner Kontrast zum vielen Laufen und zur historischen Stadtführung am Vortag.
Abends gab es im Hotel noch eine Bierverkostung, bevor wir ins bekannte U Fleků gingen. Riesig, lebendig, fast wie ein bayerisches Wirtshaus mitten in Prag. Die Stimmung war grandios, und ein paar Schnäpschen durften auch nicht fehlen.

Zum Abschluss liefen wir noch einmal gemeinsam über die beleuchtete Karlsbrücke, bevor am nächsten Tag jede von uns wieder zu ihrer Familie zurückkehrte.
Fazit: 30 Kilometer später
Es war ein wunderschönes Wochenende mit viel Essen, noch mehr Laufen – ich glaube insgesamt rund 30 Kilometer – und ganz vielen tollen Eindrücken. Prag hat mich wirklich verzaubert. Und ich bin mir sicher, dass ich bald wieder hinfahren werde, diesmal mit meinem Mann und meinen Kindern. Von Berlin aus ist es schließlich nur ein Katzensprung.


Hier nochmal ein paar Eindrücke:














Eure Stephanie