Ein typischer Mama-Tag

Ich erinnere mich noch, als sei es gestern gewesen. Ich wollte unbedingt schwanger werden. Ich wollte, dass mich jemand „Mama“ ruft. Diese Vorstellung hat mich schon begleitet, seit dem ich 15 war – nagut, dass lag wahrscheinlich auch daran, dass ich mit 12 nochmal einen kleinen Bruder bekommen hatte. Natürlich musste ich erst die Schule fertig bekommen, die Ausbildung beenden und einen passenden Mann finden. Aber als ich das endlich alles hatte, sollte es soweit sein. Es hat ewig gedauert bis es dann passierte, aber eines Tages war es soweit und ich war schwanger. Endlich. Jetzt musste ich nur noch die 9 Monate durchhalten um das kleine Würmchen in den Händen halten zu könne. Dann war es da, aber „Mama“ sagte es noch lange nicht. Das kam dann erst nach ca. 5 Monaten, würde ich sagen.

„MAMA“. Wie hörte sich dieses Wort toll in meinen Ohren an. Es war soweit, jetzt war ich eine richtige Mama. Von einem Kind, was dieses Wort auch aussprechen konnte.

Das ist jetzt ca. 9 Jahre her und jetzt verfolgt mich dieses Wort. Was damals noch so schön erschien, ist zum Verhängnis geworden.

Beginnen tut das schon am frühen Morgen, wenn ich noch gar nicht richtig munter bin und die Kinder geweckt werden. „MAMA“ ich will nicht aufstehen. „MAMA“ ich bin noch müde. „MAMA“ ich habe nichts zum Anziehen. „MAMA“ bring mir etwas zum Anziehen. „MAMA“ putzt Du mir die Zähne? Das ist mein Morgen und irgendwie, kann ich dieses Wort, welches ich einst so schön fand, dann schon nicht mehr hören. In jeder Situation steht ein Kind hinter mir, ob beim Zähneputzen, beim Duschen, beim Haare föhnen oder beim Toilettengang. Eigentlich immer dann, wenn ich nicht antworten kann, wenn ich nichts höre, weil gerade Wasser über meine Ohren fließt oder wenn ich einfach mal allein sein möchte. Oweia und ich habe nur 2 Kinder, was machen die unter euch die mehr als 2 haben????

Wenn wir dann alle am Frühstückstisch sitzen geht es ja dann auch schon weiter. „MAMA“ schenkst Du mir Wasser ein? „MAMA“ gibt mir die Cornflakes. „MAMA“ wo ist die Milch? „MAMA“ bringst Du mich zur Schule? „MAMA“ kann ich zu Hause bleiben? „MAMA“ ich habe Bauchschmerzen. Irgendwie ist immer wieder etwas Neues. Ich komme überhaupt nicht dazu etwas zu sagen, weil ständig die Kinder reden und Fragen stellen. Obwohl ich mich doch so gerne reden höre.

Fertig mit Essen, denke ich dann immer das Schlimmste ist geschafft, bald biste auf Arbeit. Aber eigentlich geht’s dann erst richtig los. „MAMA“ wo ist mein Frühstück? „MAMA“ was ist in der Brotbüchse? „MAMA“ welche Schuhe soll ich anziehen? „MAMA“ wird es heute warm? „MAMA“ regnet es heute? „MAMA“ wann holst Du mich ab?

Endlich draußen beim Auto – alle sitzen drinne. „MAMA“ das Lied find ich doof. „MAMA“ mache einen anderen Sender an. „MAMA“ bei „PAPA“ im Auto hören wir ganz andere Musik. Moment mal, habe ich mich verhört? Wer ist dieser Papa? Kenn ich den? Ist das vielleicht der, der immer morgens mit am Frühstückstisch sitzt und nie angesprochen wird? Wer ist dieser „PAPA“? Komisch. Aber Moment mal, das ist doch der, der immer morgens die Frühstücksdosen für die Kinder macht. Und überhaupt, woher soll ich denn dann bitte wissen, was die Kinder in den Brotbüchsen haben. Wieso fragen die Kinder dann nicht diesen „PAPA“.

Bei der Schule angekommen. „Tschüß MAMA – ich hab Dich lieb“. Was für ein toller Satz. Ich weiß nicht, ob es der Satz an sich ist, oder ob es das Tschüß ist was ich höre. Kann es nicht wirklich sagen und erklären. Bei der Kita angekommen, dass gleiche „Tschüß MAMA – ich hab Dich lieb, bis heute nachmittag“.

Geschafft! Endlich Ruhe. Stille. Kein „MAMA“ mehr.

Ich sitze im Auto. Kann das hören was ich will und keiner quatscht dazwischen. Schaffe es sogar mich mit mir selbst zu unterhalten, ohne unterbrochen zu werden. Einfach toll. Ich liebe es.

Auf Arbeit angekommen. Da werde ich doch wirklich noch mit meinem Namen angesprochen. „STEPHANIE“. Wie toll. Oh ja so heiße ich, lange den Namen nicht mehr gehört. Vor allem nach einem langen Wochenende. Aber eh ich mich versehe, ist die schöne Zeit auf Arbeit wieder vorbei.

Ich komme immer näher. Ich kann das Wort „MAMA“ schon schmecken, riechen und hören. Um so näher ich an die Kita komme, wird es immer präsenter. „MAMA“ „MAMA“ „MAMA“. Schnell noch mal die Mucke aufdrehen um es zu übertönen. Mitsingen, alles tun um es abzuschütteln.

Endlich bei der Kita. Da sehe ich meine Kleine, wie sie mit ihren Freunden spielt. Aber was ist das, auf einmal freue ich mich darauf das Wort „MAMA“ zuhören.

Sie kommt auf mich zu gerannt. „MAMA“ – ich habe Dich so vermisst. Kann die Tränen gerade noch unterdrücken. Sie umarmt mich, kuschelt mit mir und sagt diese tollen Worte. Was soll ich dazu noch sagen. Sie hat es doch tatsächlich wieder geschafft, mich in ihren Bann zu ziehen.

Aber dann geht es auch schon wieder los. „MAMA“ holst Du meinen Rucksack, ich muss mich noch verabschieden.
Wie nur einmal „MAMA“ – merkwürdig. Was ist passiert?

Im Auto, frage ich mich wieso habe ich diese Frage gestellt. „MAMA“ machst Du das Handy an, ich will mein Lied hören. „MAMA“ ist Florian schon zu Hause? „MAMA“ wieso hast Du mich so früh abgeholt? „MAMA“ eigentlich habe ich gerade so schön gespielt. „MAMA“ kann ich zu Hause ein Eis? „MAMA“ fahren wir noch einkaufen? Ich denke nur, hoffentlich steht kein Auto an der Ampel, damit wir schnell zu Hause sind und ich erstmal einen Kaffee trinken kann.

Endlich zu Hause! Hallo „PAPA“. Da ist dieses Wort schon wieder „PAPA“. Ach jetzt sehe ich ihn auch. Da ist er ja, dieser „PAPA“. Toll. Vielleicht kann ich ihn ja jetzt mal sagen, dass er mir einen Kaffee machen soll. „PAPA“ machst Du mir einen Kaffee. Mmmmhh regiert nicht. Sven machst Du mir einen Kaffee. Ohh das hört er, klappt wohl besser.

Mein Sohn ist auch bereits zu Hause angekommen. Ignoriert mich aber. Ich weiß nicht ob ich das gut oder schlecht finden soll. Irgendwie würde ich ihn doch schon gerne sehen und ihn fragen wie sein Tag war. Gehe ich jetzt zu ihm? Ach ich mache es einfach. Hallo „MAMA“. Stelle ihm tausend Fragen, aber das Wort „MAMA“ höre ich nicht. Naja kann ja sein, dass ihm aufgefallen ist, dass es mir auf den Senkel geht. Habe ja noch Klara, die mir aus dem Bad zuruft „MAMA“ – hilfst Du mir?

Habe noch 2 Stunden Zeit bis zum Abendbrot. Was mache ich jetzt? Gehe ich ins Nähzimmer? Lege ich mich ins Bett? Gehe ich zum Sport? Hausarbeit? Kann mich nicht entscheiden. Ach lege mich ins Bett und tu so als wenn ich schlafe. Nach 2 Stunden, verdammt bin ja eingeschlafen.

Abendbrotzeit. Essen ist fertig. Wie sitzen alle am Tisch – auch „PAPA“. „MAMA“ schenkst Du mir was zu Trinken ein? „MAMA“ schmierst Du mir eine Schnitte? „MAMA“ „MAMA“ „MAMA“ irgendwie überschlägt sich das Wort gerade. Liegt wahrscheinlich daran, dass jeder was sagen will und wir uns ja so lange nicht gesehen haben. Auch mein Großer spricht mit mir, ist ihm jetzt wahrscheinlich erst eingefallen, was er so Schönes heute in der Schule erlebt hat.  Von der anderen Seite des Tisches höre ich nur „MAMA“ du hörst mir schon wieder nicht zu. „MAMA“ ich rede mit mir. „MAMA“ du interessierst Dich mehr für Florian. „MAMA“ jetzt habe ich es vergessen und außerdem will ich nicht mehr mit dir sprechen. Essen ist vorbei. Ich bin wieder fix und fertig. Denke Bett wäre schön.  Alle gehen seine Wege, keiner redet mehr. Entweder wird ferngesehen oder gespielt.

Schlafenszeit. „MAMA“ muss ich mir die Zähne putzen? Echt jetzt? Was für eine dumme Frage. „MAMA“ muss ich heute duschen? Geschafft! Alle liegen im Bett. Wie schön. Noch schnell kuscheln, quatschen, noch mehr kuscheln und ganz viele kleine Küsse. So schön. Das genieße ich echt, jeden Abend.

Ich sitze auf dem Sofa. Wie herrlich. Der Fernseher läuft und ich bin nicht allein. „PAPA“ sitzt noch neben mir. Auf einmal. „MAMA“ ich kann nicht schlafen. Welches Kind ist das? Noch ein „MAMA“ ich habe Hunger. Welches Kind ist das? Sind das beide oder nur eins. Kann es nicht deuten. Sehe beide Kinder. Stehe ich jetzt vom Sofa auf? Oh nein. Ich spreche mal den „PAPA“ an. Ohhh funktioniert, der Papa bringt die Kinder ist Bett. Schön. Werde ich jetzt öfters so machen.

Gute Nacht!!!

Okay vielleicht war der Beitrag ein klein wenig überspitzt dargestellt, aber ich denke das, dass viele Mamas und Papas kennen und wissen was ich damit sagen will. Vor allem die Alleinerziehenden Mamas oder Papas unter Euch- Hut ab wie ihr das jeden Tag schafft und meistert!!!

Aber wieso gibt es immer einen Elternteil, der präsenter ist, als der andere, das ist doch wirklich merkwürdig.

ICH LIEBE MEINE KINDER und möchte sie um nichts auf der Welt missen. Ich bin froh das ich sie habe und könnte es mir gar nicht mehr vorstellen ohne sie zu sein. Natürlich genieße ich auch mal die Ruhe auf Arbeit, aber immer wenn ich sie dann wieder in die Arme schließen kann, geht mein Herz auf und ich bin überglücklich „MAMA“ sein zu dürfen.

designed by Mama Stephanie

Hochzeitsgeschenk Heißluftballon

Am Samstag haben meine kleine Schwester und ihr Freund sich das „JA“-Wort gegeben.

Für dieses Event habe ich lange nach einem passenden Geschenk gesucht. Bei Pinterest habe ich es mal wieder gefunden – das passende Hochzeitsgeschenk.

Verwendete Materialien:
REGOLIT Hängeleuchtenschirm ; FRIDFULL Übertopf ; Gips, Malerkrepp, Holz, Holzstäbe, Washitape, Schnur, Brautpaar, Tauben, Strickschlauch, Tüll, Reis, Heißklebepistole, Satinband, Kleingeld, Geldscheine

An dieses Stelle muss ich sagen, dass mir mein Mann sehr geholfen hat.

Das Kleingeld hatte ich meiner Freundin abgekauft, da diese gerade zu dem Zeitpunkt, als ich es brauchte ein großes Nutella-Glas mit Kleingeld zur Sparkasse zum Wechseln bringen wollte. Es war der ideale Zeitpunkt.

Bevor mein Mann das Kleingeld in den Übertopf eingipste, beklebte er diesen noch mit Malerkrepp, damit der Übertopf nicht beschädigt wurde.

Um das Ganze ein bisschen schwieriger und interessanter zu gestalten, schnitt mein Mann aus Holz ein runde Platte zu, welche dann in den Topf auf das Kleingeld gesetzt wurde. In die Platte bohrte er 4 Löcher, in welche dann Holzstäbe geleimt wurden, woran der Ballon bzw. der Lampenschirm befestigt wurde. Die Holzstäbe umwinkelten wir noch mit weißen Satinband.

Die Platte bespannte ich nochmals mit Tüll, damit sie nicht so kahl aussah. Um einen kleinen Tipp zu geben, dass sich im Übertopf noch etwas befindet, klebte mein Mann noch ein rotes Satinband, als Lasche an die Platte. Die Platte fixierten wir dan mit 4 Heißklebepunkten an dem Übertopf.

Nachdem der Gips getrocknet war, entfernten wir das Malerkrepp und beklebten den Übertopf mit einer schönen Borte. Um die Ähnlichkeit mit einem Heißluftballonkorb herzustellen, schnitt ich aus einem Strickschlauch 4 gleichgroße Stücke zu. Diese nähte ich dann von Hand an einer Stelle zu, so dass kleine Säckchen entstanden. Die Säckchen befüllten wir dann mit Reis und banden sie mit einem Faden zu. Danach klebten wir sie mit Heißkleber an den Übertopf.

Danach kam in meinem Augen der schwierigste Teil des Geschenks – und zwar die Wimpelkette die am Ballon befestigt wurde. Aus Washitape fertigte ich die Wimpel an und dazwischen befestigte ich immer mal wieder einen Geldschein.

Ich weiß gar nicht wie viel Schnur wir verwendet haben, aber es waren bestimmt ein paar Meter. Nachdem die Wimpelkette fertig war, klebten wir diese ebenfalls mit Heißkleber an den Ballon.

Erst ganz zum Schluss klebten wir das Brautpaar in den Korb. Aber das lag wahrscheinlich auch daran, dass das 1. Brautpaar, welches ich gekauft hatte, kaputt gegangen war. Somit musste ich nochmal los, um ein neues zu besorgen. Die Täubchen befestigten wir dann auch noch im Übertopf.

Und dann war er fertig, gebraucht waren wir ca 1,5 Wochen für das Geschenk, aber das lag auch daran das ich eine Woche im Urlaub war und mein Mann schon mal ohne mich anfing.

Auch Felix – unser Kater, musste sich den Ballon erstmal genauer anschauen. 😉

Hier nochmal ein paar Bilder vom eingepackten Heißluftballon.

Ostertäschchen als Geschenkverpackung

Jedes Jahr aufs Neue gibt es von den Großeltern neue Osterkörbchen. Wir haben schon eine riesengroßen Ansammlung davon im Keller. Auch wenn sie schön anzusehen sind, fand ich sie immer überflüssig. Außerdem haben die Kinder immer welche im Kindergarten bzw. in der Schule gebastelt und das ganze Ostergras lag dann immer überall rum. Ich hasse Ostergras, selbst im Sommer und zu Weihnachten taucht es irgendwo auf. Weiß der Geier wo das her kommt. 🙂

Naja dieses Jahr bin ich auf eine schöne Anleitung für ein Ostertäschchen gestoßen. Da ich auch mal wieder neue Stoff gekauft hatte, passte es prima.

Die Anleitung habe ich hier gefunden.

Da das Schnittmuster in meinen Augen ein wenig zu klein war, habe ich es einfach ein bisschen vergrößert.

Das Nähen an sich war relativ einfach, ich denke auch, dass das eine schöne Nähanleitung für Nähanfänger, sowie für Kinder ist. Außerdem sehen die Täschchen unglaublich niedlich aus.

Was ich sehr schön finde, dass nicht soviel hinein passt, somit kommt man nicht in Versuchung den Kindern zu viel süßes zu schenken, schließlich bekommen sie ja auch von den Großeltern noch genügend. Gestern bin ich aus den Osterurlaub von Oma und Opa wieder gekommen und ich hatte einen ganzen Wäschekorb voller Süßigkeiten.

Aber jetzt ist Ostern wieder vorbei und bis zum nächsten Geburtstag im Juli wird es wahrscheinlich reichen.

Ich hoffe, dass ihr alle ein schönes Osterfest hattet und eure Kinder genauso viel Spaß bei der Ostereiersuche hatten wie meine.

Bald ist wieder Ostern und wir haben alle zusammen gebastelt

… und zwar viele kleine Osterhasen für die liebe Verwandschaft.

Den entsprechenden Link und die Anleitung findet ihr hier .

Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht und die Kinder und mein Mann, waren gar nicht zu bremsen – beim NASCHEN 🙂

Es ist eine sehr schöne Idee. Und vor allem geht es mit vereinten Kräften sehr schnell..

Kinderkostüm Drache Kokosnuss

Auch dieses Jahr zum Fasching kamen wieder diverse Wunschanfragen zu Kinderkostümen u.a das Kostüm Drache Kokosnuss. Schließlich war der Film ja aktuell im Kino.

Da ich ein Dinokostüm ohnehin im Sortiment habe, dachte ich das es eine tolle Erweiterung wäre und wie ihr wisst, sind neue Kostüm ja mein Ding. Also gesagt getan. Ein neues Schnitmuster für die Mütze und für die Flügel musste her, so dass aus dem Dino ein Drache entstehen konnte.

Ich schaute mir ganz genau das Bild vom Drache Kokosnuss an, welche Farben der Körper, die Mütze, die Flügel und die Zacken haben.

Um das Schnittmuster für die Mütze zu erstellen, nahm ich mir ein Basecap meiner Kinder und schaute es mir genauer an. Dann erstellte ich das Schnittmuster. Die Flügel machte ich einfach pi mal Daumen, klappte aber mal wieder sehr gut.

Das ist dabei heraus gekommen:

Ich denke es ist ganz gut geworden, Es sieht auf alle Fälle total „knuffelig“ aus.

Natürlich gibt es das Kostüm jetzt auch offiziell in meinem Sortiment zu kaufen. Interesse? Dann schaut doch einfach bei etsy rein.

Kinderkostüm Schildkröte

Wie jedes Jahr hatte ich auch dieses Jahr wieder eine kleine Schreibpause / Schreibblockade. Diese ist jedoch jetzt überwunden und ich starte wieder voll durch.

Aus diesem Grund möchte ich Euch auch nicht vorenthalten, was ich wieder schönes genäht habe.

Dieses Jahr zum Fasching wollte sich meine Tochter als Schildkröte verkleiden, wie sie auf dieses Kostüm kam, kann ich gar nicht so genau sagen, aber ich fand das eine sehr schöne Idee (nachdem wir ja in den letzten Jahren eher ausgefallenere Kostüme wie „Ladybug“ oder „Mavis“ aus Hotel Transsilvanien (habe ich euch auch och gar nicht gezeigt) hatten.

Verwendete Materialien: Fleece, Füllwatte und Gummiband

Als Schnittmuster verwendete ich das gleiche wie für das Dinokostüm, das Olafkostüm und das Schafkostüm. Nur für den Panzer entwarf ich ein Schnittmuster. Den Panzer befüllte ich mit Füllwatte und nähte ihn von Hand an das Kostüm.

Als sie das Kostüm anzog, sah sie soooooo süß aus. Es passte prima zu ihr.

Und im Kindergarten war sie natürlich dann auch die Einzige, die als Schildkröte verkleidet war. Sie stach richtig hervor zwischen den ganzen Polizisten, den Feuerwehrmännern und den Prinzessinnen.

Einladungkarten in Bowlingbahnstyle / Kullerkarte

Dieses Jahr haben wir zu den Geburtstag meines Sohnes keine große Party, wie sonst, gemacht.
Er hatte sich überlegt mit seinen Freunden bowlen zu gehen, dass kam uns dieses Jahr sogar sehr entgegen. Ich glaube wir brauchten alle mal ein bisschen Abwechslung.

Wie schon gesagt er wollte bowlen. Dazu mussten natürlich die passenden Einladungskarten her.
Also war ich mal wieder voll in meinem Element. Da ich so lange nicht gebastelt hatte, war ich richtig aufgeregt und suchte nach einer tollen Idee im Internet. Gefunden habe ich sie auf Pinterest. Es war eine sogenannte Kullerkarte. Eine Anleitung gabs nicht, also musste ich überlegen wie ich es am Besten umsetzen sollte.

Zuerst suchte ich mir das ganze Material zusammen, welches ich dachte zu brauchen.

Materialliste: Doppelkarten, farbiges Tonpapier, Glänzendes und glitzerndes Tonpapier, 1Cent Stück, kleine 3D-Klebepads (welche man auch für Scrapbooking verwendet), Stempel „Einladung“ und im Besten Fall einen Plotter oder eine Schere.

Mit dem Plotter schnitt ich Karten zurecht, die perfekt auf die 1. Seite der Doppelkarte passen sollten, außerdem mussten diese unten einen Schlitz beinhalten, in der die Bowlingkugel hin- und herrollen konnte.
Dann schnitt ich Kreise, Bowlingpins und die Bowlingbahn ebenfalls mit dem Plotter, aus unterschiedlich farbigen Papier zurecht. Da gleiche machte ich mit der Zahl „9“. Mit dem Etikettiergerät habe ich dann den Text „Feiere mit!“ geschrieben (das ist allerings kein Muss, dass könnt ihr auch handschriftlich auf die Einladung schreiben).

Nachdem ich alles zurecht geschnippelt hatte und die Anzahl der Gäste feststand, konnte ich auch schon loslegen.
Da es eine 3D-Karte werden sollte, musste ich zum Aufkleben der einzelnen Teile auch 3D-Klebepads verwenden.

So entstand dann diese Seite, welche ich dann nur noch auf die Doppelkarte (ebenfalls mit den Klebepads) kleben musste.

Damit die Bowling kugel auch rollte, klebte ich ca. 2-3 Klebepads auf den hinteren Teil der Kugel und klebte dann das 1-Cent Stück, als Gegenstück, darauf.

So entstanden insgesamt 9 Karten. Es machte riesengroßen Spaß die Karten zu basteln.

Wenn Ihr auch gern solche Einladungskarten haben möchtet, jedoch keine Zeit habt, diese selbst zu basteln, dann könnt Ihr Euch natürlich auch gern mit mir in Verbindung setzen.

T-Shirt Applikation Minecraft Schwein

Auch mein Sohn hatte dieses Jahr mal wieder Geburtstag – was für ein Wunder. Und jedes Jahr aufs neue ist seine Wunschliste wahnsinnig lang. Dieses Jahr wünschte er sich Pokemon Karten, da es sich auf dem Schulhof nur noch darum dreht. Letztes Jahr waren es Ninjago Karten und dieses Jahr Pokemon. Schrecklich – da wird man echt arm. Mittlerweile kann er in seinem Zimmer überhaupt nicht mehr fußen, weil er so viele Karten hat, das er gar nicht mehr weiß wohin damit. Lego spielt er irgendwie gar nicht mehr – echt schade.

Bekommen hat er natürlich keine Karten, außer von seinen Freunden. Er bekam ein Tablet, das Nokia 3310 (einfach perfekt) und ein T-Shirt mit einer tollen selbstgemachten Applikation. Von allen Großeltern gab es dann jeweils ein Pokemon Kuscheltier, darüber hat er sich dann riesig gefreut.

Allerdings will ich Euch heute das T-Shirt zeigen. Auf seinem Tablet spielt er immer gerne „Minecraft“, somit musste es ein T-Shirt mit dieser Applikation sein. Bevor ich anfing fragte ich ihn natürlich, welches „Minecraft“-Wesen er am Besten findet und er benannte das Schwein. Ich bin in diesem Spiel total unbewandert, aber mein Mann, mein Sohn und mittlerweile auch meine Tochter spielen es gerne. Mein Sohn und sein bester Freund haben sogar einen eigenen Server auf dem sie spielen. Finde ich irgendwie gruselig, wenn ich überlege, was wir damals in diesem Alter gemacht haben.

Nachdem ich gegoogelt hatte wie das Schwein überhaupt aussieht, fing ich an. Wie wahrscheinlich schon mehrmals geschrieben, liebe ich es T-Shirts mit Applikationen zu verschönern.

Und das ist dabei rausgekommen. Angefangen habe ich damit, mit dem Plotter Vorlagen zu erstellen. Diese übertrug ich dann auf den entsprechenden Stoff und nähte sie auf das Shirt.

Er hat sich riesig über das Tshirt gefreut.

Hausaufgabenhefthülle mit Flamingoapplikation

Vor einem Monat waren wir zu einer Einschulung eingeladen. Es war die Einschulung der Tochter meiner Arbeitskollegin. Gefeiert wurde an einem kleinen See – es war einfach wunderschön.

Für die kleine Maus beschloss ich eine Hausaufgabenhefthülle zu nähen.

Ich habe lange überlegt, wie ich diese am Besten gestalte.
Da zur Zeit Flamingos total aktuell sind, sollte die Hülle einen Flamingo beherbergen. Ich wusste nur nicht in welcher Art, sollte es ein Flamingo aus Stoff oder eine Flamingo-Applikation in Form einer Stickerei (Schließlich habe ich mir dieses Jahr eine Stickmaschine gekauft, aber davon beim nächsten Mal mehr) sein?
Nach langem Überlegen und dem Internet unsicher machen, fand ich eine tolle Flamingo Häkelapplikation auf dem Buttinette Blog.

Da ich ganz viel Wolle, in den unterschiedlichsten Farben zu Hause habe, war das genau das Richtige. Außerdem liebe ich Häkeln – zur Zeit irgendwie sogar mehr als das Nähen.
Für die Applikation habe ich Schachenmayr Catania Wolle verwendet. In meinen Augen ist das die perfekte Wolle zum Häkeln.

Somit fing ich mit dem Flamingo an. Als er fertig gestellt war, musste ich jedoch feststellen, dass er zu groß für die Hülle war, da ich noch den Namen des Kindes auf die Hefthülle sticken wollte. Also musste ich die Häkelanleitung ein bisschen verkleinern. Der 2. Versuch war dann perfekt.

Wie schon gesagt, ich wollte noch den Namen auf die Hülle sticken. Somit entschied ich mich 2 unterschiedliche Stoffe für die Hefthülle zu verwenden. Es mussten Farben sein die farblich zusammen passen und auch nicht so durcheinander wirken.

Da ich ihr außerdem eine Rechenmaus schenken wollte, entschied ich mich den gleichen Stoff bei der Hefthülle zu verwenden.

Die beiden ausgewählten Stoffe nähte ich zusammen und nähte über die Naht noch eine passendes Webband mit der Aufschrift „Prinzessin“.
Darunter stickte ich mit der Stickmaschine noch den Namen der kleinen Maus auf. Auf den oberen Teil der Hefthülle nähte ich den Flamingo.

Dann nähte ich alle Teile zusammen und fertig war die Hausaufgabenhefthülle.