Kopenhagen mit Tivoli – unser letzter Tag in Dänemark

Und plötzlich war er da, unser letzter kompletter Urlaubstag. Irgendwie ging das alles viel zu schnell. Gefühlt waren wir gerade erst losgefahren und nun sollten wir tatsächlich schon am nächsten Tag wieder Richtung Heimat starten. Aber vorher hatten wir noch einen ganzen Tag in Kopenhagen vor uns und diesmal meinte es auch das Wetter richtig gut mit uns. Blauer Himmel, Sonne und richtig schön warm.

Am Morgen gingen wir erst einmal in ein kleines Café direkt gegenüber von unserem Hotel und starteten dort ganz gemütlich mit einer leckeren Bowl und einen Kaffeein den Tag.

Frühstück in Kopenhagen mit Joghurt-Bowl, Erdbeeren und Granola.

Danach bestellten wir uns ein Uber, denn für diesen Tag hatten wir noch ein Ziel: den Tivoli. Ein Freizeitpark mitten in Kopenhagen, den wollten wir natürlich auch noch sehen.

Dort angekommen stellten wir allerdings ziemlich schnell fest, dass wir mit dieser Idee nicht allein waren.

Es war wahnsinnig voll und vor fast jeder Attraktion standen gefühlt endlose Schlangen. Wir hatten uns vorher nur für die normalen Eintrittskarten entschieden und die Fahrgeschäfte nicht gleich mit gebucht. Im Nachhinein war das wahrscheinlich gar nicht so schlecht, denn bei den Wartezeiten hätten wir sowieso kaum etwas geschafft. Allerdings muss ich sagen, dass die Anlage sehr schön gestaltet war.

Natürlich wollten die Kinder trotzdem wenigstens etwas fahren. Also stellten wir uns zunächst irgendwo an, gaben aber nach ungefähr zehn Minuten wieder auf, weil es gefühlt überhaupt nicht vorwärtsging. Bei der nächsten Attraktion sollte man dann einen QR-Code scannen, um die Fahrt zu bezahlen – nur funktionierte das bei uns nicht. Also wieder raus aus der Schlange. Beim nächsten Versuch lief es ähnlich und irgendwann hatten wir ehrlich gesagt keine Lust mehr und waren schon fast auf dem Weg zum Ausgang.

Zum Glück fragten wir vorher noch einmal an der Information nach. Dort erklärte man uns, dass wir auch direkt bei der Attraktion bezahlen könnten. Also noch einmal zurück, noch einmal angestellt – und irgendwann funktionierte dann plötzlich sogar der QR-Code. 😂 Und tatsächlich: Wir haben es geschafft und sind Achterbahn gefahren! Es blieb zwar die einzige Attraktion, die wir im Tivoli gefahren sind, aber immerhin.

Insgesamt verbrachten wir ungefähr drei Stunden dort. Es war inzwischen wahnsinnig warm und natürlich durfte auch etwas Süßes nicht fehlen. Wir holten uns eine riesige Zuckerwatte und danach sahen wir dementsprechend aus. 😂 Überall klebte das Zeug, aber lecker war sie trotzdem.

Unsere vier Paar Schuhe rund um ein Tivoli-Emblem im Freizeitpark in Kopenhagen.

Zum Schluss gabs noch ein Abschlussbild uns dann gings zurück ins Hotel. Inzwischen war es auch schon Nachmittags und viel passierte dann auch nicht mehr. Abends gingen wir noch einmal gemeinsam ins Fisketorvet, wo wir in der Food Mall etwas essen gingen. Ein letztes gemeinsames Abendessen in Kopenhagen und auch die Churros durften nicht fehlen. Überall wo ich welche sah musste ich welche kaufen.

Dann gings wieder zurück ins Hotel. Im Hotel wurden noch ein paar Abschlussfotos gemacht, bevor es dann endgültig ans Koffer packen ging.

Am nächsten Morgen zeigte sich Kopenhagen dann wieder von der Seite, die wir inzwischen auch ziemlich gut kannten: Regen, grauer Himmel und richtig ungemütliches Wetter. Aber diesmal war uns das ziemlich egal, schließlich wollten wir sowieso abreisen. Also machten wir uns auf den Weg nach Gedser zur Fähre. Unterwegs gab es allerdings noch einen schönen Zwischenstopp. Freunde von uns machten ganz in der Nähe ebenfalls Urlaub und so trafen wir uns noch für ungefähr eine halbe Stunde, quatschten ein bisschen und freuten uns einfach, uns dort noch einmal zu sehen.

Danach ging es endgültig zur Fähre.

Die anschließende Fährfahrt hätte dann allerdings gerne etwas angenehmer sein dürfen. Das Wetter blieb richtig schlecht und auf dem Schiff war es unglaublich voll. Man konnte wirklich froh sein, wenn man überhaupt einen Platz für vier Personen ergatterte. Also saßen wir eigentlich die meiste Zeit einfach nur herum und ich nutzte die Gelegenheit, um mein letztes mitgebrachtes Buch zu Ende zu lesen.

Und dann fing das Schiff auch noch ordentlich an zu schaukeln. Mir wurde schlecht und bei meinem Mann dachte ich zeitweise, dass er jeden Moment über der Reling hängt. Schon verrückt: Die lange Fährfahrt von Polen nach Schweden hatten wir problemlos überstanden und ausgerechnet diese vergleichsweise kurze Überfahrt auf dem Rückweg machte uns zu schaffen. Wir waren jedenfalls ziemlich froh, als wir endlich wieder festen Boden unter den Füßen hatten.

Das Wetter an Land? Kein bisschen besser. Grau, nass und regnerisch – eigentlich genauso, wie wir Dänemark am Morgen verlassen hatten. Aber das war uns inzwischen ziemlich egal. Am Nachmittag konnten wir ganz gemütlich Richtung Berlin fahren und natürlich durfte unterwegs ein Zwischenstopp bei McDonald’s nicht fehlen.

Und dann waren wir irgendwann tatsächlich wieder zu Hause. Nach all den Kilometern, den vielen verschiedenen Unterkünften, zwei Fähren, unzähligen Eindrücken und Erlebnissen waren wir wieder in Berlin.

Zurück in Berlin – das Ortsschild auf der letzten Etappe unseres Skandinavien-Roadtrips.

So schnell waren fast zwei Wochen Skandinavien vorbei. Hinter uns lagen Polen, die Überfahrt nach Schweden, Stockholm, jede Menge Regen und Sonne, Elche, Brücken, kleine Hütten, Kopenhagen und vor allem unglaublich viele gemeinsame Erlebnisse. Es war wirklich eine wunderschöne Reise und eine Strecke, die wir so schnell bestimmt nicht vergessen werden.

Mein Fazit zu unserem Skandinavien-Roadtrip

Wenn ich auf unsere Reise zurückblicke, kann ich eigentlich nur sagen: Sie war wunderschön. Wir haben so viele unterschiedliche Orte gesehen, unglaublich viel erlebt und natürlich wird mir davon vieles in Erinnerung bleiben. Aber wenn ich mich entscheiden müsste, welches Land mich auf dieser Reise am meisten begeistert hat, dann wäre es ganz eindeutig Schweden.

In Schweden habe ich mich tatsächlich ein bisschen verliebt. Ich kann gar nicht an einer einzigen Sache festmachen, warum. Vielleicht ist es diese Mischung aus wunderschönen Seen, Wäldern, Felsen und Küsten, den kleinen roten Häusern und gleichzeitig Städten wie Stockholm. Die Landschaft verändert sich immer wieder und selbst die Fahrten von einem Ort zum nächsten fand ich wunderschön. Dazu dieses viele Grün, das Wasser und die Weite, irgendwie hat Schweden für mich einfach eine ganz besondere Atmosphäre.

Dänemark kannte ich ja bereits und auch Kopenhagen war schön und absolut sehenswert. Aber persönlich hat es mich einfach nicht so gepackt wie Schweden. Die Landschaft ist deutlich flacher und mir fehlte ein bisschen diese Abwechslung, die ich in Schweden so geliebt habe.

Natürlich ist das einfach mein ganz persönliches Empfinden. Aber wenn mich heute jemand fragen würde, wohin ich von dieser Reise sofort noch einmal fahren möchte, müsste ich nicht lange überlegen: Schweden. Definitiv Schweden.

Und ich glaube, genau das ist doch das Schönste an so einer Reise: Man fährt los, um neue Orte zu entdecken – und kommt mit einem Ort zurück, an den man unbedingt noch einmal möchte.

Das war unsere Reise:

Und damit endet unser Skandinavien-Roadtrip. Danke, dass ihr uns auf unserer Reise begleitet habt!

Eure Stephanie

📍 Skandinavien-Roadtrip – Alle Beiträge

  1. Reiseplanung und Vorfreude
  2. Anreise in Danzig
  3. Fährfahrt nach Schweden
  4. Stockholm Teil 1
  5. Stockholm Teil 2
  6. Fahrt nach Jönköping
  7. Unsere kleine Schwedenhütte
  8. Elchpark
  9. Kopenhagen Teil 1

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