Ankunft in Stockholm: Unser erster Tag zwischen Fika, Shopping und Innenstadt

Nach unserer Fährfahrt ging es am Montag endlich Richtung Stockholm.

Da wir noch ziemlich früh dran waren und eigentlich erst gegen 15 Uhr im Hotel einchecken konnten, dachten wir uns: Ach komm, fahren wir doch einfach mal irgendwo von der großen Straße runter und schauen, was wir so finden.

Tja … wir fanden nichts. 😂 Also ging es relativ schnell wieder zurück auf die Autobahn.

Ich muss aber sagen, dass ich das Autofahren in Schweden total angenehm fand. Alles irgendwie viel entspannter und da man sowieso nicht so schnell fahren durfte, hatte man auch gar nicht dieses Gefühl, ständig rasen zu müssen.

Je näher wir Stockholm kamen, desto komplizierter wurde es dann allerdings. Dieses ganze Tunnelsystem unter der Stadt hat uns am Anfang doch ein bisschen überfordert. Unser Navi zeigte gefühlt Straßen übereinander, untereinander und nebeneinander an und irgendwann wussten wir überhaupt nicht mehr, wo wir eigentlich langfahren sollten. Natürlich nahmen wir prompt die falsche Abfahrt – und wo kamen wir raus? Bei Burger King. 😂

Burger-King-Filiale in Stockholm bei unserer ungeplanten ersten Abfahrt auf dem Weg zum Hotel.

Na gut, wenn man schon einmal da ist, kann man auch gleich etwas essen. Also gab es erst einmal Burger und danach wagten wir einen neuen Versuch Richtung Hotel.

Unser Hotel war das Home Hotel Tapetfabriken in Sickla. Es liegt etwas außerhalb der eigentlichen Innenstadt, aber genau das fanden wir im Nachhinein total angenehm. Direkt in der Nähe gibt es Einkaufsmöglichkeiten und mit Bus und Metro kommt man trotzdem ziemlich unkompliziert nach Stockholm hinein.

Und das Hotel selbst? Genauso schön, wie es auf den Bildern ausgesehen hatte. Obwohl wir viel früher da waren als gedacht, konnten wir sogar schon einchecken.

Dieses Mal hatten wir im Urlaub etwas, was wir vorher tatsächlich noch nie hatten: Die Kinder hatten ihr eigenes Zimmer und wir unseres. Die Zimmer lagen direkt nebeneinander, aber trotzdem hatte jeder seinen eigenen Bereich.

Und ganz ehrlich – das war schon ziemlich entspannt. 😅

Nachdem wir unsere Sachen abgestellt hatten, ging es natürlich direkt wieder raus. Vor unserem Hotel lag ein richtig schöner Park mit einer kleinen Eisdiele und verschiedenen Möglichkeiten zum Spielen und Beschäftigen. Bei dem tollen Wetter war dort natürlich ordentlich was los. Ganz in der Nähe entdeckten wir außerdem eine kleine Mall, durch die wir natürlich auch gleich erst einmal schlendern mussten.

Lange Schatten unserer Familie auf einem Weg bei strahlendem Sonnenschein in Stockholm.

Später liefen wir noch zu einem kleinen See in der Nähe des Hotels. Der war allerdings komplett voll. Kein Wunder – es war richtig heiß und wahrscheinlich hatte halb Stockholm dieselbe Idee wie wir.

Zurück im Hotel lernten wir dann auch ziemlich schnell etwas sehr Wichtiges kennen: Fika. ❤️

Fika ist in Schweden nämlich viel mehr als einfach nur Kaffee trinken. Es ist eine kleine bewusste Pause, meistens mit Kaffee und etwas Süßem wie Kuchen, Keksen oder Gebäck. Man setzt sich zusammen, nimmt sich Zeit und macht einfach mal nichts.

Und genau das gab es bei uns im Hotel jeden Nachmittag. Kaffee, Kuchen oder Kekse – und das Zeug war wirklich richtig lecker. Vieles wurde dort selbst gemacht und natürlich haben wir uns diese kleine Pause kein einziges Mal entgehen lassen.

Abends gab es noch Abendbrot und danach machten wir es uns unten im Hotel gemütlich, spielten Rommé und tranken etwas. Und dann? Ab ins Bett. Wir waren fix und fertig.

Zwei Drinks und Spielkarten beim gemütlichen Rommé-Abend im Hotel in Stockholm.

Unser erster richtiger Tag in Stockholm

Am nächsten Morgen ging es mit Bus und Metro in die Stockholmer Innenstadt. Dort liefen wir einfach erst einmal los und ließen uns ein bisschen treiben.

Wir kamen unter anderem am Sergels torg vorbei. Dort steht dieser riesige Glasobelisk mitten im Brunnen, den man auf einem meiner Fotos sehen kann. Der gehört tatsächlich zu den bekanntesten Orten in der Stockholmer Innenstadt.

Glasobelisk und Brunnen auf dem Sergels torg im Zentrum von Stockholm.

Ein Stück weiter kamen wir am Hötorget vorbei. Dort steht vor dem Stockholmer Konzerthaus die große Figurengruppe von Carl Milles. Solche Sachen finde ich ja im Nachhinein immer ganz witzig – im Urlaub läuft man vorbei, macht ein Foto, weil es schön aussieht, und erst später findet man heraus, was man da eigentlich fotografiert hat.

Natürlich stand an diesem Tag auch Shopping auf dem Programm. Meine Tochter musste unbedingt zu Vintage & Friends und fand dort tatsächlich eine wunderschöne Hose.

Eingang des Vintage-&-Friends-Geschäfts beim Shopping in Stockholm.

Wunderschöne Hose – zu einem ebenfalls wunderschönen Preis.

Wir liefen kreuz und quer durch die Innenstadt, gingen in unzählige Geschäfte und irgendwann entdeckte ich dann noch etwas, das für den Rest unserer Stockholm-Zeit ziemlich wichtig werden sollte: Espresso House. Da musste ich natürlich sofort rein und probierte zum ersten Mal den Birthday Cake Frapino.

Frau mit Birthday Cake Frapino im Espresso House während unseres Tages in Stockholm.

Und was soll ich sagen? Ich fand ihn einfach supergeil. Ab diesem Moment war es eigentlich vorbei. Immer wenn ich irgendwo ein Espresso House gesehen habe, musste ich rein und mir wieder so ein Ding holen. Andere sammeln im Urlaub vielleicht Magnete oder Postkarten – ich offenbar Frapinos.

Und irgendwann entdeckte ich dann auch endlich meine Erbsen.

Frau mit einer großen Tüte frischer Erbsen beim Stadtbummel durch Stockholm.

Ich weiß nicht, warum, aber in den nordischen Ländern gibt es gefühlt überall frische Erbsen zu kaufen. Das war uns damals schon in Dänemark aufgefallen. Und ich liebe Erbsen. Also kaufte ich mir erst einmal eine riesige Portion, die später mit ins Hotel wanderte.

Wir liefen kreuz und quer durch die Innenstadt, gingen in unzählige Geschäfte und machten Stockholm an diesem Tag einfach ein bisschen unsicher.

Zwischendurch gab es dann noch mexikanisches Essen, bevor es irgendwann wieder zurück zum Hotel ging. Den restlichen Tag ließen wir ganz gemütlich im Park vor unserem Hotel ausklingen.

Später ging es zurück aufs Zimmer und im Bett lief noch das WM-Halbfinale Frankreich gegen Spanien. Naja, zumindest für die anderen – ich schaute nur ein bisschen mit, denn eigentlich wollte ich lieber noch mein Buch weiterlesen. 😂 Spanien gewann am Ende übrigens mit 2:0.

Fußballspiel Frankreich gegen Spanien im Hotelzimmer während unseres Abends in Stockholm.

Und damit endet erst einmal der erste Teil unserer Zeit in Stockholm. Im zweiten Teil geht es natürlich weiter – und den könnt ihr schon morgen hier lesen. Also bleibt gespannt, was wir in Stockholm noch alles erlebt haben.

Liebe Grüße Stephanie

📍 Skandinavien-Roadtrip – Alle Beiträge

  1. Reiseplanung und Vorfreude
  2. Anreise in Danzig
  3. Fährfahrt nach Schweden

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