Jönköping – eine Nacht in unserer kleinen roten Schwedenhütte

Am Nachmittag kamen wir dann endlich in Jönköping an und auf unsere Unterkunft hatte ich mich tatsächlich schon die ganze Zeit gefreut. Wir hatten nämlich dieses Mal kein Hotel gebucht, sondern eine kleine rote Holzhütte im Hyltena Stugby, ungefähr 10 Kilometer außerhalb von Jönköping.

Ankunft am Hyltena Stugby bei Jönköping mit Schild zum Online-Check-in

Für diese Unterkunft hatten wir uns ganz bewusst entschieden. Schon als wir die Bilder gesehen hatten, fanden wir diese kleinen roten Hütten einfach total niedlich. Irgendwie gehört so ein kleines rotes Haus für mich einfach zu Schweden dazu und wir wollten unbedingt einmal selbst in so einer Hütte übernachten.

Dazu kam noch die Lage direkt am Lovsjön. Dort gab es eine Badestelle, man konnte sich ein Boot ausleihen und auch einfach ein bisschen durch die Natur laufen. Genau so hatten wir uns unsere zwei Tage dort eigentlich vorgestellt: ein bisschen raus aus der Stadt, baden gehen, vielleicht mit einem Boot auf den See und einfach die Umgebung genießen.

Als wir ankamen, gefiel mir die Anlage dann auch wirklich richtig gut. Dort standen mehrere dieser kleinen roten Hütten und ich fand das Ganze einfach total urig und schön. Unsere Hütte war mit ungefähr 11 Quadratmetern wirklich winzig. Für uns vier gab es zwei Etagenbetten, einen kleinen Tisch, einen Kühlschrank und eine Kaffeemaschine – und das war es dann eigentlich auch schon. Aber ganz ehrlich: Mehr brauchten wir auch überhaupt nicht. Ich fand unsere kleine Hütte total gemütlich.

Auch das Wetter war inzwischen wieder besser, so dass wir die Gelegenheit nutzen und uns erst einmal ein bisschen auf der Anlage und in der Umgebung umschauten. Wir liefen zu dem kleinen See, schauten uns die Boote an und gingen noch ein Stück durch den Wald. Genau so hatten wir uns den Aufenthalt dort eigentlich vorgestellt.

Leider hielt das schöne Wetter aber nicht lange an. Nach und nach zog sich der Himmel schon wieder zu und es wurde wieder ungemütlicher.

Toilette und Dusche befanden sich in einem Gemeinschaftsgebäude und auch eine Gemeinschaftsküche gab es auf der Anlage. Das war für uns überhaupt kein Problem. Die Betten mussten wir allerdings selbst beziehen und da fiel uns dann auf, dass wir natürlich unsere eigene Bettwäsche nicht mitgenommen hatten. Also mussten wir uns vor Ort noch Bettwäsche ausleihen. War jetzt kein großes Drama, aber im Nachhinein schon ein bisschen bescheuert, vor allem weil wir am Ende tatsächlich nur diese eine Nacht geblieben sind. Die Männer mussten dann die Betten beziehen.

Unsere kleine Holzhütte im Hyltena Stugby mit zwei Etagenbetten, Tisch und Kühlschrank

Eigentlich wären wir dort aber wirklich gerne noch länger geblieben. Geplant waren ja zwei Nächte und für den nächsten Tag wollten wir rund um den See und in der Umgebung noch ein bisschen was unternehmen. Leider sah das Wetter überhaupt nicht danach aus, als würde es besser werden. Schon während unserer Fahrt nach Jönköping war es sehr wechselhaft gewesen und auch für den nächsten Tag war keine wirkliche Besserung in Sicht. Bei schönem Wetter wäre unsere kleine Hütte für mich perfekt gewesen, denn dann wären wir sowieso fast den ganzen Tag draußen gewesen. Bei Regen den ganzen Tag zu viert auf 11 Quadratmetern zu verbringen, war dann allerdings doch nicht ganz das, was wir uns vorgestellt hatten.

Also entschieden wir irgendwann, dass wir aus unseren geplanten zwei Nächten einfach eine machen und am nächsten Morgen schon weiter Richtung Kopenhagen fahren.

Am Abend fuhren wir noch einmal los und kauften in einem Supermarkt ein paar Sachen für unser Frühstück am nächsten Morgen. Direkt neben dem Hyltena Stugby befand sich außerdem eine Tankstelle, sodass wir dort auch noch schnell etwas essen konnten.

Blick von der Hüttenanlage Hyltena Stugby auf die benachbarte Tankstelle

Danach machten wir es uns aber noch richtig gemütlich in unserer kleinen Hütte. Wir vier saßen zusammen an unserem kleinen Tisch und spielten Rommé. Und auch wenn der Tag ganz anders gelaufen war, als wir ihn ursprünglich geplant hatten, fand ich genau das irgendwie total schön. Einfach alle zusammen in dieser winzigen roten Hütte sitzen und Karten spielen – manchmal braucht es eben gar nicht viel.

Später wurde dann noch Fußball geschaut. Allerdings steckte uns der Tag inzwischen ganz schön in den Knochen und so richtig aufnahmefähig waren wir auch nicht mehr. Viel weiter als bis zur ersten Halbzeit haben wir es deshalb nicht geschafft. Erst am nächsten Tag erfuhren wir dann, dass England gegen Frankreich gewonnen hatte.

Am nächsten Morgen haben wir erst einmal in Ruhe gefrühstückt. Das Schöne war, dass wir uns diesmal an keine festen Essenszeiten halten mussten und einfach selbst entscheiden konnten, wann wir in den Tag starten. Danach hieß es allerdings auch schon wieder zusammenpacken. Da wir für diese eine Nacht natürlich nicht noch zusätzlich eine Endreinigung bezahlen wollten, machten wir unsere Hütte selbst sauber. Also Bettwäsche wieder abziehen, Müll entsorgen, alles zusammenräumen und einmal ordentlich durchkehren. Bei 11 Quadratmetern war das zum Glück relativ schnell erledigt.

Endreinigung unserer kleinen Schwedenhütte vor der Weiterfahrt Richtung Kopenhagen

Danach luden wir unsere Sachen wieder ins Auto und bevor es endgültig weiterging, mussten wir natürlich noch tanken. Und da konnten wir uns tatsächlich freuen: Wenn ich mich richtig erinnere, haben wir umgerechnet ungefähr 1,40 Euro pro Liter bezahlt. Da macht Tanken dann doch gleich ein bisschen mehr Spaß.

Und damit hieß es auch schon wieder Abschied nehmen vom Hyltena Stugby und unserer kleinen roten Hütte. Ich fand es wirklich schade, dass wir nur eine Nacht dort geblieben sind, denn an der Unterkunft selbst lag es überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil. Mir hat es dort total gut gefallen und wenn das Wetter mitgespielt hätte, wäre ich wirklich gerne noch länger geblieben. Unsere zwei geplanten Nächte wurden also am Ende nur eine – aber trotzdem bin ich froh, dass wir diesen kleinen Zwischenstopp gemacht und wenigstens einmal in so einer richtig kleinen roten Schwedenhütte übernachtet haben.

Für uns ging es nun weiter Richtung Kopenhagen. Aber bevor wir Schweden verlassen haben, gab es noch einen Zwischenstopp, auf den wir uns schon die ganze Zeit gefreut hatten. Denn ich finde, das gehört zu einem Schweden-Roadtrip einfach irgendwie dazu.

Was genau das war, erzähle ich euch dann im nächsten Beitrag. 😊

Eure Stephanie

📍 Skandinavien-Roadtrip – Alle Beiträge

  1. Reiseplanung und Vorfreude
  2. Anreise in Danzig
  3. Fährfahrt nach Schweden
  4. Stockholm Teil 1
  5. Stockholm Teil 2
  6. Fahrt nach Jönköping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert