Nach unserem Besuch im Elchpark hieß es für uns endgültig Abschied nehmen von Schweden. Jetzt lag die letzte große Station unseres Skandinavien-Roadtrips vor uns: Kopenhagen. Und natürlich durfte auch auf dieser Fahrt unser mittlerweile ziemlich treuer Begleiter nicht fehlen – der Regen. Es regnete immer wieder und so war auch die Fahrt nach Dänemark ziemlich grau.





Ein kleines Highlight wartete unterwegs aber noch auf uns: die Fahrt über die Öresundbrücke. Schon irgendwie ein besonderer Moment, über diese riesige Brücke von Schweden nach Dänemark zu fahren. Damit ließen wir Schweden tatsächlich hinter uns und näherten uns langsam dem Ende unserer Reise.






Gegen 18 Uhr kamen wir schließlich in Kopenhagen an und checkten im Moxy Copenhagen Sydhavnen ein, wo wir die nächsten drei Nächte verbringen sollten. Die Kinder hatten wieder ihr eigenes Zimmer und wir unseres – eine Aufteilung, die sich auf unserer Reise wirklich bewährt hatte. Viel machten wir an diesem Abend allerdings nicht mehr. Draußen regnete es weiterhin, wir waren müde von der Fahrt und hatten keine große Lust, noch einmal loszuziehen.



Also aßen wir im Hotel, schauten uns ein bisschen um und beobachteten die Leute in der Lobby.



Am Abend wurde dort auch Fußball gezeigt. Da das Spiel allerdings mit dänischem Kommentar lief, beschlossen wir, es lieber gemütlich auf unseren Zimmern zu schauen. Zumindest war das der Plan. Bei den Kindern funktionierte der Fernseher nämlich nicht richtig und so landeten am Ende alle bei uns im Zimmer. Wir machten es uns gemeinsam auf dem Bett gemütlich und schauten zusammen Fußball. Eigentlich ein ziemlich schöner und entspannter Abschluss nach diesem langen Tag.

Der nächste Morgen begann dann allerdings mit einem kleinen Schock. Mein Mann schaute aus dem Hotelfenster und entdeckte plötzlich einen weißen Zettel an unserem Auto. Sein erster Gedanke: „Das ist bestimmt ein Strafzettel!“ Ich dachte noch, das könne doch eigentlich gar nicht sein. Schließlich stand unser Auto ganz normal auf dem Hotelparkplatz.

Tja … falsch gedacht.
Als wir nach unten gingen, hing dort tatsächlich ein Strafzettel. Und nicht gerade ein kleiner – umgerechnet sollten wir über 100 Euro bezahlen. Wir waren erst einmal völlig geschockt und konnten uns überhaupt nicht erklären, was wir falsch gemacht haben sollten. Also ging es direkt zur Rezeption. Zum Glück stellte sich heraus, dass bei der Registrierung unseres Autos wohl etwas schiefgelaufen war und der Strafzettel ein Versehen war. Trotzdem: So einen Schreck braucht morgens wirklich kein Mensch.
Nachdem das geklärt war, konnte unser eigentlicher Kopenhagen-Tag beginnen. Das Wetter war allerdings genauso bescheiden wie am Tag zuvor. Aber wir waren nun einmal in Kopenhagen und wollten natürlich trotzdem etwas von der Stadt sehen. Also bestellten wir uns ein Uber und fuhren los.





Ein Wunsch meines Mannes stand dabei ganz oben auf der Liste: die Kleine Meerjungfrau. Wenn wir schon einmal in Kopenhagen waren, dann musste er sie natürlich sehen. Und da saß sie dann tatsächlich auf ihrem Stein am Wasser – irgendwie kleiner und unscheinbarer, als man sie sich vorstellt, aber natürlich gehört sie zu Kopenhagen einfach dazu.



Von dort liefen wir einfach weiter am Wasser entlang und schauten, was uns auf dem Weg so begegnete. Dabei kamen wir unter anderem am Gefion-Brunnen, an der St. Alban’s Church und an verschiedenen Denkmälern, Schiffen und alten Hafenanlagen vorbei. Eigentlich war es richtig schön, einfach ohne großen Plan durch die Gegend zu laufen. Nur das Wetter spielte weiterhin nicht so richtig mit. Immer wieder fing es an zu regnen und irgendwann waren wir einfach nur noch nass und ziemlich geschafft.








Aber irgendwann hatte der Wettergott dann doch noch ein bisschen Mitleid mit uns. Die Wolkendecke riss langsam auf und tatsächlich kam zwischendurch sogar blauer Himmel zum Vorschein. Wir liefen weiter durch Kopenhagen, kamen unter anderem an der beeindruckenden Marmorkirche und am Kongens Nytorv vorbei und natürlich durfte auch Nyhavn nicht fehlen.







Mit seinen bunten Häusern, den alten Schiffen im Wasser und den vielen Restaurants und Cafés sieht es dort tatsächlich genauso aus, wie man sich Kopenhagen vorstellt. Natürlich war ordentlich was los, aber es war trotzdem schön, einfach am Wasser entlang zuschlendern und alles ein bisschen auf sich wirken zu lassen.
Und natürlich kamen wir unterwegs auch immer wieder an kleinen Souvenirläden vorbei. Dabei begegneten mir ständig diese herrlich übertriebenen Dänemark-Wikingerfiguren. Keine Ahnung warum, aber sobald irgendwo wieder so ein Wikinger vor einem Laden oder mittendrin stand, musste ich ein Foto davon machen. 😂 Irgendwann gehörten die für mich schon genauso zu unserem Kopenhagen-Tag wie die eigentlichen Sehenswürdigkeiten.



Ganz in der Nähe entdeckten wir außerdem noch Broens Street Food mit den vielen kleinen Essensständen. Auch dort schauten wir uns ein bisschen um und schlenderten durch die verschiedenen Stände.


Aber irgendwann waren unsere Füße müde, wir hatten für diesen Tag schon ziemlich viel gesehen und beschlossen, wieder zurück ins Hotel zu fahren.
Dort angekommen war es ungefähr halb vier. Eigentlich hätten wir es uns jetzt gemütlich machen können. Aber den kompletten restlichen Nachmittag im Hotelzimmer verbringen? Nö, irgendwie hatte ich darauf keine Lust.
Also schaute ich, was es in der Umgebung unseres Hotels noch so gab und entdeckte das Fisketorvet Copenhagen Mall. Das war gar nicht so weit entfernt und meine Tochter hatte Lust, mitzukommen. Also machten wir zwei uns noch einmal zu Fuß auf den Weg.
Und im Nachhinein war das eine richtig gute Entscheidung, denn schon der Weg dorthin war wunderschön. Plötzlich zeigte sich Kopenhagen nämlich von einer völlig anderen Seite. Die Sonne kam heraus, der Himmel wurde blau und wir liefen immer wieder direkt am Wasser entlang. Überall lagen kleine Boote und Hausboote und dazwischen standen moderne Wohnhäuser. Nach diesem grauen und verregneten Vormittag war das fast wie eine andere Stadt.



Im Fisketorvet angekommen, schlenderten wir ganz in Ruhe durch die Geschäfte und machten uns einfach einen kleinen Mutter-Tochter-Nachmittag.



Und natürlich blieb es nicht nur beim Schauen. Hier entdeckte ich auch die Hoptimisten – diese kleinen Figuren auf einer Feder – und fand sie einfach total niedlich. Sie gehören tatsächlich zum dänischen Design und wurden Ende der 1960er-Jahre von Gustav Ehrenreich entworfen. Also musste natürlich einer mit nach Hause. Passender hätte er für diese Reise kaum sein können: rot-weiß und mit kleinen dänischen Flaggen. Damit hatte ich mein kleines Andenken an Kopenhagen gefunden.

Direkt am Einkaufszentrum entdeckten wir außerdem das Hafenbad mitten im Wasser, was ich ziemlich cool fand. Und natürlich durfte auch ein Besuch bei Espresso House nicht fehlen – irgendwie gehörte das inzwischen zu unserem Skandinavien-Roadtrip einfach dazu. Also gab es für mich noch etwas Leckeres zu trinken, bevor wir uns irgendwann wieder auf den Rückweg machten.

Zurück im Hotel sammelten wir unsere beiden Männer ein und gingen in einen Burgerladen direkt gegenüber, wo wir gemeinsam Abendbrot aßen.

Danach hatte ich für diesen Tag endgültig genug. Mein Mann spielte mit den Kindern noch Tischtennis in der Hotellobby, während ich mich auf unser Zimmer verzog, mich ins Bett kuschelte und noch ein bisschen in meinem Buch las.
Und so ging unser erster richtiger Tag in Kopenhagen zu Ende. Angefangen mit einem Strafzettel-Schock, dann jede Menge Regen, die Kleine Meerjungfrau, bunte Häuser, Schiffe, Street Food und müde Füße – und am Ende tatsächlich noch Sonne und ein richtig schöner Nachmittag mit meiner Tochter.
Kopenhagen hatte es uns wettertechnisch wirklich nicht leicht gemacht. Aber irgendwie haben wir trotzdem ziemlich viel gesehen und erlebt. Und manchmal sind es ja gerade die Tage, an denen nicht alles nach Plan läuft, an die man sich später besonders gut erinnert.
Und damit endet unser Tag in Kopenhagen. Nächste Woche geht’s hier weiter – mal schauen, was wir auf unserem Skandinavien-Roadtrip noch so erleben.
Eure Stephanie
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